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gefundene Berichte: Keine Berichte gefunden. Beschreibung :Größe: ca. 40cmAltvögel: Stirn, vorderer Scheitel, Zügel und Augenbereich weiß-gelblich; am hinteren Scheitel, am Hals und an den Wangen in goldgelb-orange übergehend; Rücken-, Bauch- und Brustgefieder sehr variabel gefärbt, man unterscheidet hauptsächlich zwei Farbvarianten: Vögel der "grünen Farbvariante" sind am Rücken olivgrün bis dunkelgrün gefärbt, die Federn sind hellgrün gesäumt; am Bauch und der Brust olivgrün mit orange-bräunlichem Anflug; Vögel der "bronzefarbenen Farbvariante" besitzen eine orange-kupferfarbene bis bräunliche Rücken- und Bauchfärbung; Unterschwanzdecken gelblich-grün; Flügelsaum orange; äußere Handdecken dunkelgrün mit violetten Außenfahnen; innere Handdecken grün; Handschwingen schwarz mit olivgrüner oder bronzefarbener Federbasis; Unterseite der Schwingen gelblich-grün; Schwanz violett mit orangefarbener Basis und gelber Spitze; Schnabel hornfarben; Iris orange; nackter Augenring hellgrau; Füße grau; keine äußeren Geschlechtsmerkmale Jungvögel: wie Altvögel, aber mit hellerem und blasserem Gefieder; Iris braun Unterarten :keine UnterartenVerbreitung :Insel St. Vincent (kleine Antillen)Lebensweise in freier Natur :Königsamazonen bewohnen feuchte Wälder, ihr Lebensraum befindet sich hauptsächlich in 300-700 Metern Höhe. Die Art ist stark gefährdet, die Freilandpopulation besteht vermutlich nur noch aus 400-700 Tieren. Der Hauptgrund für den Bestandsrückgang ist die Zerstörung des natürlichen Habitates. Desweiteren tragen die Jagd (aus Nahrungszwecken und als "Sport"), der illegale Handel und auch Naturkatastrophen (Wirbelstürme) zur Dezimierung bei. Königsamazonen werden heute meist nur noch paarweise oder in kleinen Gruppen von bis zu 30 Vögeln gesichtet. Die Paare sind innerhalb eines Schwarmes meist gut anhand des Verhaltens zu erkennen. Den überwiegenden Teil des Tages verbringen die Tiere in den Kronen der Bäume, wo sie bedingt durch das olivgrün-bräunliche Gefieder sehr gut getarnt sind. In Gegenden, in denen die Papageien mit dem Abschuß rechnen müssen, verhalten sie sich sehr scheu. In verhältnismäßig "sicheren" Gebieten besitzen die Königsamazonen dagegen nur eine geringe Fluchtdistanz. Die Nahrung der Königsamazonen besteht aus Früchten, Samen, Beeren, Nüssen, Blüten und Knospen. Die Brutzeit liegt zwischen März und Juli. Königsamazonen sind Höhlenbrüter, sie bevorzugen sehr hoch gelegene Baumhöhlen. Das Gelege besteht aus 1-2 Eiern. Nähere Informationen zum Brutverhalten sind nicht bekannt.Haltung in Menschenobhut :Königsamazonen werden nur äußerst selten in Menschenobhut gehalten. Als Voliere empfiehlt sich eine Metallkonstruktion mit den Maßen 6m x 2m x 2,5m (Länge x Breite x Höhe). Vollkommen akklimatisierte Vögel sind nur wenig empfindlich. Königsamazonen verhalten sich meist recht lebhaft, aber auch sehr laut. Vor allem in den frühen Morgenstunden lassen sie ihr durchdringendes Geschrei hören. Die Vögel zeigen meist ein ausgeprägtes Bade- und Nagebedürfnis. Es sollten ständig frische Zweige zur Verfügung stehen, ca. 2-4 mal die Woche sollten die Tiere abgeduscht werden. Wie bei anderen Amazonenarten ist auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit (60-70%) zu achten.Zucht in Menschenobhut :In letzerer Zeit sind mehrfach Zuchten gelungen. Maße für den Nistkasten: 40cm x 40cm x 80cm. Das Gelege besteht meist aus 2-3 Eiern, häufig sind jedoch nicht alle Eier befruchtet. Die Brutzeit beträgt 26 Tage. Das Weibchen brütet alleine, während es vom Männchen mit Nahrung versorgt wird. Nach einer Nestlingszeit von 9-10 Wochen verlassen die Jungvögel die Nisthöhle.Ernährung in Menschenobhut :Körnerfutter, welches vor allem zur Brutzeit gekeimt gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und sollte in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge ausmachen. Das Amazonen-Grundfutter kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Dari, Kardi, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Hirse, Kanariensaat, Paddy-Reis, Milokorn. In kleineren Volieren neigen Königsamazonen häufig zur Verfettung, mit Ölsaaten und Nüssen muss daher sparsam umgegangen werden. Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter. Zur Fütterung geeignete Sorten sind z.B. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Mandarine, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, etc. Neben Frischkost und Körnerfutter sollte ab und zu diverses Zusatzfutter, wie z.B. frische Obstbaumzweige, Mineralstoffgaben, Grit, tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit!), halbreife Maiskolben oder auch Hirsekolben gereicht werden.Literatur :Bücher:Amazonen - Hoppe, Dieter - Ulmer Verlag Amazonen - Bosch / Wedde - Horst Müller Verlag Amazonen - W. und S. Lantermann - GU-Verlag Zeitschriften: Laubscher / Pagel - Cyril's Spezial: Königsamazone - eine bedrohte Art aus der Karibik - AZ-Nachrichten 2/2001 Kaufmann, Markus - St. Vincent - Heimat der Königsamazone - Papageien 1/2000 Hoppe, Dieter - Die Amazonen der kleinen Antillen - WP-Magazin 5/98 Hoppe, Dieter - Die Königsamazone, Teil 1 - Papageien 5/96 Hoppe, Dieter - Die Königsamazone, Teil 2 - Papageien 6/96 Butler, Paul J. Dr. - Papageien - der nationale Stolz der Kleinen Antillen - Papageien 3/91 Amberger, Franz - Rettungsmassnahmen für die Blaumaskenamazone und die Königsamazone - ein Gespräch mit Paul Butler - Papageien 1/1989
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